Mängel an Brandschutztüren: Die 5 häufigsten Fehler und wie Sie Haftungsrisiken vermeiden

Brandschutztüren sind im Ernstfall Lebensretter – doch nur, wenn sie einwandfrei funktionieren. In der Praxis erleben unsere Techniker bei Brandschutzprüfungen immer wieder gravierende Mängel, die im Falle eines Feuers fatale Folgen haben könnten. Erfahren Sie hier, welche Fehler am häufigsten auftreten und warum eine regelmäßige Wartung für Gebäudebetreiber unerlässlich ist.

Im baulichen Brandschutz nehmen Brandschutztüren (Feuerschutzabschlüsse) eine Schlüsselrolle ein: Sie verhindern, dass sich Feuer und Rauch von einem Brandabschnitt in den nächsten ausbreiten. Damit retten sie Leben und schützen Sachwerte. Doch die rechtliche Verantwortung liegt beim Betreiber. Funktionieren die Türen nicht, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch der Verlust des Versicherungsschutzes und persönliche Haftung.

Hier sind die 5 häufigsten Mängel, die wir bei GF Servicetec im Alltag antreffen:

1. Das „klassische“ Verkeilen von Türen

Es ist der wohl häufigste und gleichzeitig gefährlichste Verstoß: Um Laufwege zu erleichtern oder für Durchzug zu sorgen, werden Brandschutztüren mit Holzkeilen, Feuerlöschern oder schweren Gegenständen offen gehalten.

  • Das Problem: Im Brandfall schließt die Tür nicht. Rauch und Flammen können ungehindert passieren.

  • Die Lösung: Die Installation einer geprüften Feststellanlage (FSA), die die Tür im Alltag offen hält, aber im Alarmfall über Rauchmelder automatisch schließt.

2. Defekte oder falsch eingestellte Türschließer

Eine Brandschutztür muss „selbstschließend“ sein. Oft ist jedoch die Schließkraft zu schwach eingestellt oder der hydraulische Türschließer ist undicht und verliert Öl.

  • Das Problem: Die Tür fällt nicht vollständig ins Schloss oder bleibt kurz vor der Zarge stehen. Der Brandabschluss ist somit nicht gegeben.

  • Die Lösung: Eine fachgerechte Justierung oder der Austausch des Schließers durch qualifiziertes Personal.

3. Beschädigte Dichtungen und Verformungen

Brandschutztüren sind oft hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt, etwa durch Transportwagen in der Industrie. Verformte Türblätter oder spröde, fehlende Rauchschutzdichtungen sind die Folge.

  • Das Problem: Schon kleinste Spaltmaße führen dazu, dass giftiger Brandrauch in rettungsrelevante Bereiche wie Treppenhäuser eindringt.

  • Die Lösung: Regelmäßige Inspektion der Dichtungsprofile und Prüfung der Gängigkeit.

4. Unzulässige nachträgliche Veränderungen

Oft werden an Brandschutztüren nachträglich Schilder angebracht, Löcher für zusätzliche Schlösser gebohrt oder Kabel durchgeführt.

  • Das Problem: Jede nicht genehmigte Bohrung oder Veränderung führt zum Erlöschen der Zulassung der Tür. Die Brandschutz-Eigenschaft ist rechtlich nicht mehr garantiert.

  • Die Lösung: Nur zertifiziertes Zubehör verwenden und Änderungen vorab mit Brandschutz-Experten abstimmen.

5. Fehlende oder lückenlose Dokumentation

Viele Betreiber unterschätzen die Bedeutung des Prüfbuchs. Wenn keine Nachweise über die jährliche Wartung vorliegen, gilt der Brandschutz im Schadensfall als vernachlässigt.

  • Das Problem: Bei einer Begehung durch die Bauaufsicht oder nach einem Schaden kann der Betreiber nicht beweisen, dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.

  • Die Lösung: Eine rechtssichere Dokumentation und die Kennzeichnung der geprüften Türen mit entsprechenden Prüfplaketten.

Fazit: Brandschutz ist Betreibersache

Als Gebäudebetreiber oder Verwalter (WEG/Gewerbe) stehen Sie in der Pflicht, die Funktionsfähigkeit Ihrer Brandschutzeinrichtungen sicherzustellen. Die jährliche Prüfung durch eine befähigte Person ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben (gemäß ASR A1.7 und DIN 14677), sondern Ihre Versicherung gegen unkalkulierbare Risiken.

Möchten Sie sichergehen, dass Ihre Brandschutztüren und Feststellanlagen im Ernstfall funktionieren?

GF Servicetec unterstützt Sie mit fachgerechten Prüfungen, Instandsetzungen und einer lückenlosen Dokumentation. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung oder ein Angebot für Ihre nächste Brandschutzprüfung.

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